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Gesetzliche Vorsorge

GESUNDHEITSVORSORGE UND KREBSFRÜHERKENNUNG IM RAHMEN DER GESETZLICHEN KRANKENVERSICHERUNG

Diese stellen ein Minimum an Vorsorge in der Sekundär- und Tertiärprävention dar.

Gesundheitsuntersuchung 35+ ab dem 35. Lebensjahr alle 2 Jahre
Sie beinhaltet eine körperliche Untersuchung und ein ausführliches Arztgespräch, Bestimmung von Blutdruck, Größe, Gewicht, Blutfetten und Blutzucker sowie eine Urindiagnostik.

Vorteil: kostenlose Maßnahme der Sekundärprävention im Rahmen der gesetzlichen Krankenkassenleistung

Nachteil: Vor allem junge und gesunde Menschen liegen zwischen der letzten Jugenduntersuchung im 14-16. Lebensjahr und der ersten 35+ Untersuchung in einem Zeitfenster von fast 20 Jahren ohne gesetzliche Untersuchung.

Wichtige Parameter wie Insulinresistenz, Schilddrüsenhormone, Leber- und Nierenwerte, Blutbild und Eisenwerte werden nicht bestimmt, solange nicht ein hinreichender Verdacht besteht. Maskierte Erkrankungen können so nur schwer entdeckt werden

Hautkrebsscreening ab dem 35. Lebensjahr alle 2 Jahre
Sie wird im Rahmen der Gesundheitsuntersuchung 35+ zusätzlich angeboten und umfasst eine gründliche Untersuchung der gesamten Haut- und Schleimhautoberfläche. Bei Verdacht auf behandlungswürdige Befunde erfolgt die Überweisung zum Facharzt für Hauterkrankungen (Dermatologe), bei dem diese Vorsorge grundsätzlich auch durchgeführt werden kann.

Darmkrebsvorsorge ab dem 50. Lebensjahr
Sie beinhaltet ein ausführliches Arztgespräch, eine körperliche Untersuchung inklusive des Enddarms, eine Untersuchung auf „verborgenes“ (okkultes) Blut im Stuhl. Bei verdächtigen Befunden erfolgt die Überweisung zum Facharzt für Magen-Darmerkankungen (Gastroenterologe) zur Durchführung einer Spiegelung des Dick- oder Enddarms. Diese Untersuchung kann prophylaktisch alle 10 Jahre durchgeführt werden. Bei chronischen oder kontrollbedürftigen Erkrankungen des Dickdarmes kann diese Frequenz selbstverständlich deutlich höher sein.

Männervorsorge ab dem 45. Lebensjahr
Hier gehört neben einen gründlichen Untersuchung der männlichen Genitale, des Enddarms und der Prostata auch ein ausführliches Arztgespräch über Auffälligkeiten beim Wasserlassen und bei der Sexualfunktion. Fakultativ kann im Rahmen diese Untersuchung auch die Bestimmung des prostataspezifischen Antigens (PSA) veranlasst werden. Dieser Parameter wird beim Verlauf von bösartigen Prostataerkrankungen regelmäßig bestimmt und kann in unregelmäßigen Abständen auch zur Erstdiagnose eines Prostataleidens herangezogen werden. Die Bestimmung ersetzt jedoch niemals die körperliche Untersuchung und ist bei prophylaktischer Bestimmung kostenpflichtig. Sollten in dieser Vorsorge weitere Untersuchungen notwendig werden, erfolgt die Überweisung zum Facharzt für Urologie, bei dem diese Vorsorge grundsätzlich auch durchgeführt werden kann.

Jugendschutzuntersuchungen
Die Jugenduntersuchungen werden als J1 mit 13 -14 Jahren und als J2 mit 16 – 17 durchgeführt. In diesem Alter unterliegt der Körper zahlreichen und tiefgreifenden Veränderungen aller Organe und Funktionen. Entstehende oder sich verstärkende gesundheitliche Erkrankungen und Fehlentwicklungen können jedoch oftmals noch, wenn sie frühzeitig erkannt werden, aufgefangen oder korrigiert werden. Es umfasst ein ausführliches Anamnesegespräch in der Regel mit den Eltern, eine ausführliche körperliche Untersuchung (üblicherweise ohne Eltern), Seh- und Hörtest und sonographische Untersuchung der Schilddrüse gehören ebenfalls dazu. Dann erfolgt, wieder mit den Eltern, ein ausführliches Beratungsgespräch in dem je nach persönlicher Reife auch Themen wie Lebensführung, Medienkonsum, Verhütung, Sport, Drogen, etc, Eingang finden. Die J1 ist Kassenleistung, die J2 sollte mit der Kasse bezüglich der Kostenübernahme besprochen werden.

Risikoberatung und Krankheitsbegleitung bei Herz-Kreislauferkrankungen, Nierenerkrankungen, Diabetes mellitus, Asthma bronchiale und chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (chronische Bronchitis) – auch als DMP bekannt (Disease Management Programm)

Alle Leistungen beinhalten eine körperliche Untersuchung und definierte Laborkontrollen sowie apparative Diagnostiken im Rahmen der Tertiärprävention zur Verlaufbeurteilung dieser chronischen Erkrankungen.