Weydingerstraße 18 - 10178 Berlin  Tel. 030 242 32 16 - mail@praxis-dr-mach.de

 

Ernährung

Die Ernährung dient dem Menschen zunächst als Energiezufuhr, um den Stoffwechsel am Leben zu halten, Muskelarbeit und Denkleistung zu ermöglichen. Die Ernährung oder besser gesagt die Nahrungsaufnahme ist lebensnotwendig.

Ernährung bedeutet aber noch mehr und hat in unserer modernen Welt weitere Funktionen übernommen. So erfüllt das Essen einen wichtigen kulturellen und rituellen Zweck. Die gemeinsame Abendmahlzeit, der Italiener um die Ecke oder das Festessen. Viele Menschen bedienen sich des Essens, um Stimmungen zu kompensieren – „Ein gutes Essen ist Balsam für die Seele“! Aber auch Gewohnheiten wie das Glas Bier oder Wein sowie die Chips oder Erdnüsse beim Fernsehabend sind weit verbreitet. Eine gigantische Lebensmittel- und Einzelhandelindustrie bedient hier rund um die Uhr diese Bedürfnisse und Gewohnheiten. Diese Übermaß an Nahrungsangebot hat zur Folge, dass die eigentliche Nahrungsaufnahme immer weniger von den körperlichen Erfordernissen bestimmt wird, sondern von Gewohnheiten des Essverhaltens bis hin zur Sucht.

„Der Mensch lebt von einem Viertel dessen, was er isst. Vom Rest leben die Ärzte!“

Dieser Spruch klingt so aktuell, stammt jedoch aus dem alten Ägypten. Es ist also nicht so neu, daß eine falsche Ernährungsweise Krankheiten erzeugen kann. Galt dies in früheren Jahrhunderten eher für Wohlhabende Menschen, verändert sich nunmehr das Verhältnis rasant. Essen ist so günstig wie noch nie und das hat seinen gesundheitlichen Preis!

Somit wird die Optimierung der Ernährung ein wichtiges therapeutisches Mittel für den Arzt – sowohl in der Vorsorge als auch in der Therapie. Da die individuelle Komponente in diese Betrachtung mit einbezogen werden muss, macht nicht Jeden eine fehlerhafte Ernährung krank und nicht jeden Kranken eine optimale Ernährung gesund. Aber den Versuch ist es Wert!

Die Optimierung der Körperkomposition (Verhältnis von Geschlecht, Alter, Größe, Gewicht und Muskelmasse) oder das meiden von bestimmten Lebensmittelgruppen sind wichtige Maßnahmen in der Primärvorsorge – Krankheiten sollen verhindert werden, bevor sie entstehen.

Jedoch kann die Umstellung der Ernährung auch zur Besserung chronischer Erkrankungen wie Zuckererkrankung, Gelenkbeschwerden, Kreislauferkrankungen, Neurodermitis, Allergien, rheumatischer Beschwerden oder Entzündungsprozessen führen.

Aufgabe des Arztes und Ziel der Behandlung ist es, diese individuelle Situation durch gezielte Befragung und Diagnostik zu erkennen und Behandlungsvorschläge zu unterbreiten.